Category : Timmys kleine Hühnergeschichten

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Huhn & Hund

Kann das gut gehen..?

Freitag, es ist soweit, ich darf Benny aus dem Tierheim abholen. Und da sitzen wir nun, Timm und Hund.

Ein Lebenstraum geht in Erfüllung und viele Fragen tun sich auf. Also auf zum ersten Kennenlernen mit den gefiederten Mitbewohnern. Bei über 100 Hühnern hoffte ich auf gutes Gelingen. Es gibt bereits einen Hund vor Ort, der gute Elvis hat sich sogar mit einem Hahn angefreundet. Ähnliches hoffte ich auch bei Benny.

Und tatsächlich die Hühnchen sind ihm gelinde gesagt egal. Allerdings riechen sie wohl recht gut.

Grundsätzlich können Hunde auch bei ausgeprägten Jagdtrieb lernen, welche Tiere zum Hausstand gehören und deshalb nicht gejagt werden dürfen.

Ich freue mich umso mehr, dass es eine solche Lektion nicht gebraucht hat.

Landromantik

Abendliche Gedanken…

Als ich heute ein paar Bilder für meine Beiträge suchte viel mir das oben in die Hände. Das Bild zog mich in seinen Bann und ich fing an etwas vor mich hin zu Träumen.

Wenn ich allabendlich bei meinen Tieren aufschlage ist es diese Vorstellung vom Landleben die mich mitnimmt.

Ich fülle zu Beginn den Futtereimer und schnappe mir mein Eierkörbchen. Die Damen und Herren stehen schon ganz aufgeregt am Zaun, einige laufen mir freudig entgegen. Ein paar meiner Hühner sind der Meinung Zäune gelten für sie nicht. Ich lasse Ihnen den Freiraum, auch wenn ein paar Spaziergänger manchmal etwas echauffiert beim vorbeigehen schauen.

Nachdem alle sechs Ställe ihr Futter bekommen haben und 20 Liter Wasser verteilt sind, lasse ich mich auf meine Bank vor den Gehegen nieder. In der Regel mit einem Bier in der Hand. Mein sechs Brieftauben sitzen fröhlich gurrend auf dem Dach hinter mir, die Damen genießen den Abendsnack und die Herren diskutieren noch etwas.

Ich für meinen Teil genieße die Kulisse und lasse meine Gedanken schweifen. Die tägliche Begegnung mit meinen Tieren und der Natur hilft mir mich zu erden. Sie verschafft mir Frieden und Ruhe.

Ich glaube, das bedeutet Landromantik. Leben mit dem Rhythmus der Natur. Nicht nach der Uhr, sondern nach Sonnenauf- und Untergang. Das Atmen der frischen Luft, die einen umgibt. Das spüren des aufkommenden Windes und das Hören der Rufe meiner Hühner und Tauben. Die Füße fest auf dem Boden und den Geist in Freiheit.

Die Rassegeflügelschau

Ja oder Nein zu Geflügelschauen?

2020 ist alles anders. Auch für mich als Geflügelzüchter, gestern kam die Absage der Bundesschau. Ich hatte mich sehr auf dieses Event gefreut und wollte mit 10 Tieren vor Ort sein. Nun, es sollte nicht sein. Ein guter Zeitpunkt sich über dieses Thema zu unterhalten.

Regelmäßig wird an den klassischen Geflügelschauen Kritik geübt. Seien es die Maße der Käfige, die Bedingungen vor Ort oder das Zustandekommen der Ausstellungstiere.

Doch welchen Platz nehmen die Schauen heutzutage ein, beziehungsweise welche Rolle spielen sie noch?

Grundsätzlich ist die Erhaltung von Geflügelrassen aus mehreren Gründen wichtig. Ein unbekannter Grund ist, dass unsere Hausgeflügelrassen die genetische Basis für die in der Landwirtschaft genutzten Hybridtiere bilden. Da es hier wiederkehrend zu gesundheitlichen Problemen kommt, werden immer wieder verschiedene Rassen eingekreuzt. Ein weiterer Grund, immer mehr Verbraucher fordern Eier und Fleisch von „altem Nutzgeflügel“, noch steckt dieser Trend in den Kinderschuhen, aber ich bin mir sicher, dass das Interesse an derart erzeugten Lebensmitteln wachsen wird. Nicht zuletzt erleben wir die Hühnerhaltung aktuell als großen Trend in privaten Haushalten. Natürlich wird ein Rassehuhn für den Garten gesucht. Nur, wo sollen diese herkommen?

Hier braucht es aktive Züchter und entsprechende Standards, wie ein Huhn innerhalb einer bestimmten Rasse auszusehen hat und welche Leistungsmerkmale es besitzt. Damit nicht jeder seine eigene Suppe kocht, müssen die Tiere innerhalb einer Rasse regelmäßig verglichen werden. Dafür eben die Geflügelschau, bei der es darum geht, die Tiere auszuzeichnen, die dem Rassestandard am nächsten kommen, oder diesem im Idealfall vollständig entsprechen.

Was sich diskutieren lässt, sind die Bedingungen für die Durchführung einer Geflügelschau. Hier fehlt es allerdings an Grundlegendem, nämlich an jungen und ambitionierten Züchtern, die sich in Vereine und Verbände einmischen und bereit sind zukunftsfähige Konzepte zu entwickeln und zur Durchführung zu bringen.

Wie ist eure Meinung zu diesem Thema? Schriebt diese gerne in die Kommentare..!

Hühner im Herbst

Nichts für wetterempfindliche..!

Heute ist mir bewusst geworden, dass die kalte Jahreszeit angebrochen ist. Nicht wegen der Kraniche, die abends lauthals schreiende über meine Hühnerställe gezogen sind, sonder wegen dem Blick aus dem Fenster. Dauerregen und graue Tristesse.

Bei dem Gedanken noch füttern zu müssen wurde mir schon ganz frostig. Im Sommer kann ich jede Minute bei meinen gefiederten Freunden genießen und lasse leidenschaftlich gerne den Abend bei einem Bier zwischen meinen Hühner ausklingen. Sobald es aber dem Winter zugeht, kämpfe ich mich täglich nur noch durch Schlamm und Morast.

Was mich erstaunt, meinen Hühnern scheint das nichts auszumachen. Was mich alles stört, der Regen und der Matsch scheint ihnen größte Freude zu bereiten. Trotz der widrigen Umstände kommen sie mir trotzdem jeden Abend freudig entgegen. Zwar sehen die Damen und Herren aus wie die begossenen Pudel, aber ihrer Lebensfreude schein das keinen Abbruch zu tun.

Wieder etwas, dass ich von meinen gefiederten Freunden lernen kann. Das Leben ist nicht nur schön wenn die Sonne scheint.

Ich werde einfach meine Kleidung anpassen und es ihnen gleich tun. Einfach den Tag auch mal im Regen ausklingen lassen!

Prost

euer Timm