Bruderhähne

Was ihr habt zwei Hähne? Wie oft habe ich diese Frage schon gehört und wie oft habe ich lächelnd mit einem klaren „Ja!“ geantwortet. Wir haben zwei Hähne – einen „Haupthahn“ und einen „Bruderhahn“, beides Chabos. Am Anfang hatte ich auch Bedenken, doch der vermeintliche Machtkampf hielt sich sehr in Grenzen und nun leben die beiden schon seit vier Jahren Seite an Seite in unserer fröhlich bunten Hühnerschar. Nur ganz selten weist Gustav, unser Haupthahn, seinen Bruder in die Schranken und meistens geht es dann um die kleine, hübsche Sundheimer-Henne. Ja, Gustav hat Geschmack!

Hühner im Herbst

Nichts für wetterempfindliche..!

Heute ist mir bewusst geworden, dass die kalte Jahreszeit angebrochen ist. Nicht wegen der Kraniche, die abends lauthals schreiende über meine Hühnerställe gezogen sind, sonder wegen dem Blick aus dem Fenster. Dauerregen und graue Tristesse.

Bei dem Gedanken noch füttern zu müssen wurde mir schon ganz frostig. Im Sommer kann ich jede Minute bei meinen gefiederten Freunden genießen und lasse leidenschaftlich gerne den Abend bei einem Bier zwischen meinen Hühner ausklingen. Sobald es aber dem Winter zugeht, kämpfe ich mich täglich nur noch durch Schlamm und Morast.

Was mich erstaunt, meinen Hühnern scheint das nichts auszumachen. Was mich alles stört, der Regen und der Matsch scheint ihnen größte Freude zu bereiten. Trotz der widrigen Umstände kommen sie mir trotzdem jeden Abend freudig entgegen. Zwar sehen die Damen und Herren aus wie die begossenen Pudel, aber ihrer Lebensfreude schein das keinen Abbruch zu tun.

Wieder etwas, dass ich von meinen gefiederten Freunden lernen kann. Das Leben ist nicht nur schön wenn die Sonne scheint.

Ich werde einfach meine Kleidung anpassen und es ihnen gleich tun. Einfach den Tag auch mal im Regen ausklingen lassen!

Prost

euer Timm

Das stinkt zum Himmel

Was tun mit dem ganzen Hühnermist..?

Unsere Hühner verbreiten nicht nur Freude, sondern auch eine deutliche Duftwolke.

Gerade jetzt im Herbst, wenn es feuchter wird, kann der ein oder andere Nachbar schonmal die Nase rümpfen. Aber auch für uns als Halter ist der tägliche Besuch im Stall ab und zu etwas unangenehm. Hinzu kommt, dass das dem Stallmist entweichende Ammoniak nicht nur unsere Atemwege angreift, sondern auch das Luftsacksytem unsere Gartenbewohner.

Es lohnt sich in jedem Fall der Einstreu etwas beizumischen, was den Abbau beschleunigt und Gerüche bindet.

Hier kommt unsere Naturkohle zum Einsatz. Die oxidativen Eigenschaften der in Deutschland produzierten Kohle reduzieren die Gasbildung und dadurch Gerüche. Weiter versorgt die Kohle unser Einstreugemisch mit den für einen schnellen Abbau benötigten Mikroorganismen. Diese sind bereits lebend der Kohle beigemischt.

Unsere Naturkohle lässt sich auch außerhalb des Stalls verwenden. Stark beanspruchte Bereiche in den Außengehegen und Ausläufen können damit ebenfalls behandelt werden. Einfach die Kohle über dem Erdreich verstreuen. Exakt so kann auch mit dem Misthaufen verfahren werden.

Mit Naturkohle aktiv + kommen wir geruchsarm über den Winter und schonen unsere Atemwege und die unserer Hühner.

Herbst, Zeit für die Mauser

Der Herbst, die Blätter fallen und auch die Federn unserer Gartenbewohner.

Immer zu kälter werden Jahreszeit erneuern unsere Hühner ihr Federkleid. Das ist wichtig, damit unsere Damen im Winter nicht frieren müssen, nur ein dichtes und unbeschädigtes Federkleid garantiert eine optimale Wärmedämmung.

Leider neigen einzelnen Hühner dazu sich quasi komplett nackt zu machen. Der Wiederaufbau des Gefieders fordert viel Kraft und Energie. Wir als Halter können hier unterstützen. Bierhefe ist hier das Mittel der Wahl. Bierhefe ist das Vitamin-B reichste Futtermittel, das wir kennen. Dazu kommen 16 essentielle und nicht essentielle Aminosäuren, sowie Mineralstoffe. Bierhefe liefert nicht nur die zusätzlich benötigte Energie für den Gefiederwechsel, sondern auch die benötigten Basisstoffe zur Hornbildung.

Ergänzen können wir die Bierhefe mit Leinöl. Es hilf nicht nur das Hefepulver an das Hauptfutter zu binden, es liefert zusätzlich hochwertige Fettsäuren, die dem herbstlichen Stoffwechsel helfen.

Auf ein Kilogramm Hauptfutter können wir 50 g Bierhefe und 50 ml Leinöl ergänzen.

Ist die Mauser beendet, können wir zur üblichen Fütterung zurückkehren.

Was haben Huhn und Pizza gemeinsam?

Mit Oregano wird alles besser.

Oregano ist nicht nur lecker, er hat auch pharmakologisch nutzbare Stoffe. Bekannt ist er für eine antibiotische Wirkung, die viele Putenmäster bereits nutzen. Oregano wird dort präventiv gegen Histomoniasis, der „Schwarzkopf Krankheit“ eingesetzte. Sicherlich ist diese Erkrankung bei Hühnern kein großes Thema, der Einsatz von Oregano bei Puten zeigt aber gut welche Wirkung dieses Kraut zu bieten hat.

Die aus Mittelmeerländern stammende Origanum vulgare ist eine mittelgroße Staude. Oreganum beinhaltet 2 – 4% ätherische Öle, von diesen stellt Carvacrol mit 50 – 80% den größten Anteil da.

Oregano lässt sich trocken einfach als Futterzusatz geben. Wer eine intensivere Wirkung bevorzugt oder benötigt greift zum Oregano-Öl. Dieses weißt einen höheren Gehalt an den betreffenden ätherischen Ölen auf.

Oregano lässt sich einsetzen bei Beschwerden im Bereich der Atemwege und bei Husten. Gerade bei Husten kann er als krampflösend verwendet werden. Zusätzliche Eigenschaften sind eine beruhigende Wirkung auf den Magen-Darm-Trakt sowie bei Beschwerden im Bereich der Harnwege.

Henne oder Ei..?

Wer war zu erst da?

Eine Frage die sich der Mensch stellt seit dem er geradeaus denken kann. Wir wollen diese Mysterium heute auflösen, denn ja, wir haben die Antwort.

Und diese lautet: Es war der Dinosaurier!

Wer außer Anthropologen hätte mit dieser spektakulären Antwort gerechnet? Tatsächlich ist unser heutiges Haushuhn ein direkter Nachfahre der einstigen Riesenreptilien, sowie alle anderen Vögel zu Lande und in der Luft.

Wobei man sagen muss, wer seine Tiere schonmal fressen sehen hat, erkennt in der Regel den Velociraptor als Opa. So wurden aus Schuppen Federn und aus Stummelärmchen Flügel. Geblieben sind die schlechten Essmanieren.

Es ist doch recht erstaunlich, dass uns die Hühnerhaltung im eigenen Garten so nah mit der Erdgeschichte verbindet.

Corona und das Huhn

Ein Virus in der Geflügelhaltung

Geschlossene Läden, Restaurants und Bars. Arbeiten am Küchentisch in Jogginghose und Homeschooling. Langeweile und Verdruss, wenn es da nicht ein Licht am Ende des Tunnels gäbe, der Baumarkt. Das Leuchtfeuer der Coronakrise. Nichts wie ran an liegengebliebene Projekte. Das dachten sich wohl auch viele Gartenbesitzer in diesem Frühjahr und setzten den lange wabernden Wunsch nach eigenen Hühner um.

Mit viel Holz, Liebe und Pinterest.com wurden kleine Behausungen gebaut und wilde Ecken der Gärten urbar gemacht. Mit großen Erwartungen fanden die ersten Hähne und Hennen den Weg in die Gärten der Bundesrepublik.

Es stellt sich die Frage, woher kommt dieser Wunsch nach dem eigenen Federvieh und warum wird er jetzt derart vehement umgesetzt. Liegt es an Corona? Hat der Bundesbürger zu viel Zeit? Ist es purer hass auf die Eiindustrie, quasi gefiederter Protest?

Teilt uns eure Meinung mit, wir sind gespannt…